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Am Sonnabend, den 07.03.2009 fand in Neinstedt der traditionelle „Harzer Bläsertag“ statt, dieses Jahr unter dem Aspekt der Vorbereitung der Bläser für den anstehenden diesjährigen Landesposaunentag in Wittenberg.

Zu diesem Übungstag haben sich ca. 55 Musiker aus Posaunenchören der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands eingefunden. Landesposaunenwart. Matthias Schmeiß hat während der halbstündigen Einblasübung viel wissenswertes über Blastechnik und Ansatzübungen für die Posaunenchöre vermitteln und damit eine gute Grundlage für die erste Bläsereinheit bilden können. In der kurzweiligen Übungseinheit hat Matthias sehr schnell dem Bläserchor klargemacht, dass gute Musik nur zustande kommt, wenn ausnahmslos alle auf den Dirigenten schauen und auch versuchen, seine Bewegungen richtig zu interpretieren. Mit viel Neugier hat er sich an den Baß gewandt und gefragt: ‚Wo holt ihr bloß die Töne ?"und allen Bläsern demonstriert, wie Musik “aussieht”, wenn man mit Filzpantoffeln durch ein Museum schlurcht. Kleine Unsicherheiten bei der Griffweise kommentierte er lapidar: “Am schönsten klingt es, wenn alle das spielen, was da steht.” bzw. “Die zwei Kreuze sind ganz gemein. Das Fis kriegt man leichter, wenn man es 2/3 nimmt.” Eine für viele neue Tonart haben wir auch kennen gelernt: C-Dur mit einem Vorzeichen, h. Recht hat er! Auch haben wir gelernt, wie ein Stück aussieht, wenn der ‚Komponist alles hereingeschrieben hat, was er irgendwo mal gehört oder gesehen ha”. Zwischendurch erfuhren wir auch einiges über die Entstehung der Bläserliteratur für die Posaunenchöre der Gegenwart.

Alle Bläser haben ihr Bestes gegeben, vielleicht gerade weil wir umgesetzt haben, dass die “Töne ein Recht auf Eigenleben haben” und wir, jeder einzelne Bläser den “Ton mit seinem Körper bildet”. Auch wenn zum Ende des Tages bei dem einen oder anderen vielleicht auch wegen des guten Mittagessens und des reichlichen Kuchenangebotes die Konzentration langsam nachließ, verzeihen wir es Dir, lieber Matthias, wenn Du “auf Einzelschicksale keine Rücksicht nehmen” konntest. Landesobmann Stephan Eichner beendete den Nachmittag mit einer prägnanten Andacht.

Ganz herzlichen Dank an alle Kuchenspender und im Besonderen an Hans-Martin Fuhrmann, der uns unkomplizierter Weise die hervorragenden räumlichen Bedingungen organisierte. Es war ein für alle Bläser unvergesslicher Tag, für den wir Dir, lieber Matthias Schmeiß, ganz herzlich DANKE sagen.

Beate Skrodzki, musikalische Leiterin des Posaunenchores Wegeleben

 

 

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